Social Innovation Sprint
Zehn Arbeitstage im CIC Berlin. Du bringst ein soziales oder ökologisches Problem mit, aus dem ein Geschäftsmodell werden kann, oder schließt dich einem Team an. Dann baust du mit KI die Software dafür. Programmierkenntnisse brauchst du nicht.
- 10Arbeitstage im CIC Berlin, 16. bis 27. November 2026
- 40Plätze, keine Jury, in der Reihenfolge der Anmeldungen
- 4Personen je Team, mehr nicht. Allein geht auch.
- 0 €Teilnahmegebühr. Die Werkzeuge kosten extra.
- 17UN-Nachhaltigkeitsziele als Richtschnur
In zehn Arbeitstagen nimmst du dir ein Problem vor, das du gut kennst, und baust Software, die einen Teil davon löst.
Der Social Innovation Sprint ist das neue Programm des Startup Incubator Berlin für Unternehmertum, bei dem der soziale oder ökologische Zweck im Geschäft selbst steckt, ob mit Gewinnabsicht oder gemeinnützig. Du arbeitest die ganze Zeit mit KI-Werkzeugen. Programmieren musst du nicht können. Zuerst schärfst du das Problem, dann baust du. Am Donnerstag der zweiten Woche testen Fremde beim öffentlichen Testabend, was du gebaut hast. Der Sprint läuft auf Englisch, in Präsenz im CIC Berlin. Er startet im November 2026 und findet danach alle zwei Monate statt.
So funktioniert das Programm
Die ersten beiden Tage gehören dem Verstehen: Du schärfst das Problem und schreibst deine Annahmen auf.
Bauen mit KI zieht sich durch beide Wochen, von der ersten Anforderung, die du aufschreibst, bis zur Version, die online geht.
Zwei öffentliche Abende im Venture Café. In der ersten Woche stellen Gäste dein Problem auf den Prüfstand. Am Donnerstag der zweiten Woche setzen sie sich hin und nutzen, was du gebaut hast. Du schaust zu.
Der Sprint folgt der Lean-Startup-Methode: morgens ein Workshop, danach Bauzeit, jeden Abend eine kurze Demo. Vier Stränge laufen über beide Wochen. Den genauen Ablauf für November stellen wir im Oktober online.
Zehn Tage, vier Stränge
Erster Sprint, November 2026 Woche 1: 16. bis 20. November. Woche 2: 23. bis 27. November.Erst verstehen, dann bauen. Das Problem schärfen und genau beschreiben, wen oder was es betrifft. Annahmen aufschreiben, die erste verwerfen.
Mit KI-Werkzeugen, ohne Vorkenntnisse. Fünf Stufen: verstehen, spezifizieren, versionieren, prüfen, ausliefern. Barrierearm und datensparsam von Anfang an.
Was soll sich für die Betroffenen oder für die Umwelt ändern, und woran würdest du es merken? Daraus wird deine Impact Challenge, zugeordnet den UN-Nachhaltigkeitszielen. Du machst sie messbar und prüfst sie im Test.
Wer zahlt, und trägt es sich? Preis, Kundschaft, Umsatz, Marge, Förderung, Investorinnen und Investoren. Gemeinwohlorientiert geht in jeder Rechtsform, von der GmbH bis zum Verein; Gewinn ist erlaubt. Dazu die ehrliche Rechnung: Was kostet die Anwendung im Monat?
Do 19.11.: Problem Night. Do 26.11.: Testabend. Beide im Venture Café.
Wie du baust
Vibe Coding heißt: Du sagst in ganz normalen Sätzen, was die Software tun soll, und ein KI-Agent schreibt den Code. Deine Arbeit: genau beschreiben, was entstehen soll, und prüfen, was zurückkommt.
Beispiel für eine Beschreibung, wie du sie im Sprint schreiben könntest: Baue eine Börse, in die Bäckereien abends übrige Ware einstellen: Foto, Menge, Preis, Abholung bis 19 Uhr. Kundschaft reserviert nur mit Vornamen, bezahlt wird im Laden.
Das Problem dahinter: Abends bleibt Brot übrig, vieles landet im Müll, und in der Nähe weiß niemand davon.
Das Problem kommt zuerst. Die Beschreibung wächst daraus.Welche Werkzeuge wir nutzen
Wir sind an kein Produkt gebunden. Wir gehen von deinem Problem aus und nehmen, was dazu passt. Ein neues Werkzeug schnell einzuschätzen, lernst du in den zwei Wochen gleich mit. Mit diesen hier rechnen wir im November.
- BauenAgenten, mit denen du arbeitestClaude Code, Codex, Cursor
Du beschreibst, was entstehen soll, der Agent schreibt den Code, du prüfst, was zurückkommt.
- BauenDirekt im BrowserLovable, Bolt, Replit
Nichts zu installieren. Gut, um schnell eine erste klickbare Version vor Menschen zu bringen.
- DatenWo die Daten liegenSupabase, Neon, lokale Modelle
Konten, Rollen und Datensätze, auf Wunsch mit Modellen, die auf unseren eigenen Rechnern laufen.
- AusliefernOnline gehenVercel, Netlify, Cloudflare
Eine echte Adresse, eine Domain, Fehlerprotokolle und eine Monatsrechnung, die du erklären kannst.
Womit du steuerst
Das Social-Startup-Cockpit zeigt, ob sich dein Vorhaben trägt und was es für Menschen und Umwelt verändert. Entwickelt wurde es an der HWR Berlin in der Forschung von Prof. Dr. Sven Ripsas, erprobt 2023 im ersten Sprint des SIB.
Nutzen oder kaufen Menschen deine Lösung, und werden es mehr?
Wer zahlt welchen Preis, und was bleibt je Verkauf nach den Kosten?
Wie viele Monate reicht das Geld, bis die Einnahmen die Kosten decken?
Was bleibt den Eigentümerinnen und Eigentümern, und was ändert sich für Menschen und Umwelt?
Eine erste ehrliche Schätzung reicht. Mit jedem Test wird sie genauer.
Vorkenntnisse in Finanzplanung oder Wirkungsmessung brauchst du nicht.
Im Sprint kommt das Cockpit dreimal auf den Tisch:
- Erste Wochefür deine Impact Challenge
- Zweite Wochebeim Test mit Nutzenden
- Am Endein deinem kurzen Wirkungsbericht
Vibe for Good!
Lange wurde aus einer Idee nur dann Software, wenn jemand ein Entwicklungsteam bezahlen konnte. Eine Börse für das Brot, das abends übrig bleibt, die Übergabe in einem kleinen Pflegedienst: Für einen Betrieb allein war das nie das Honorar einer Entwicklerin wert. Also blieb es bei Zettel und Tabelle.
Mit KI-Werkzeugen entsteht so etwas heute in zehn Tagen. Wir nutzen sie für Probleme von Menschen und Umwelt, für die bisher niemand Software gebaut hat. Das hält länger, wenn daraus ein Unternehmen oder eine Organisation mit zahlender Kundschaft wird. Deshalb gehören die ersten beiden Tage dem Problem. Der Code wartet.
Soziale Verantwortung heißt für uns vier Dinge:
- Erst verstehen.Wir schärfen das Problem, bevor wir bauen, und verwerfen Annahmen, die nicht halten.
- Daten schützen.Nur die Daten, die ein Vorhaben wirklich braucht. Sensible Daten bleiben bei Modellen auf unseren eigenen Rechnern, und der Prototyp geht mit Testdaten online, bis jemand die Verantwortung für den Betrieb übernimmt.
- Strom sparen.Wo ein kleines Modell reicht, nehmen wir das kleine.
- Offen weitergeben.Was entsteht, erscheint unter einer offenen Lizenz, damit andere daran weiterarbeiten können.
So sieht ein Tag aus
Jeder Tag hat denselben Rhythmus. Kurzer Input, lange Bauzeit und jeden Abend eine Demo: So wird aus zehn Tagen ein Prototyp.
Hilfe kommt aus dem ganzen Raum: tägliche Peer-Reviews im Plenum, Code-Reviews zwischen den Teams, geteilte Prompts.

Für wen das ist
- Gründerinnen und Gründerallein oder im Team bis vier Personen, mit oder ohne Unternehmen, mit oder ohne fertige Idee. Ein Team findest du auch hier.
- Start-ups und Unternehmen jeder Rechtsformauch gewinnorientiert, deren Produkt selbst die Wirkung ist, mit Kundschaft, Umsatz, Investorinnen und Investoren im Blick
- Vereine, Initiativen und Sozialunternehmendie ein soziales oder ökologisches Problem genau kennen und eine Lösung bauen wollen
- Studierende und Beschäftigtealler Berliner Hochschulen und aus ganz Deutschland
Mitbringen:Laptopzehn Tage Zeitein Problem, das dich nicht loslässtein kleines Budget für Werkzeuge
Wie du dabei bist
Bring ein Problem mit, allein oder als Team: Sag uns, worin es besteht, wen oder was es betrifft und was danach für Menschen oder Umwelt besser sein soll. Eine erste Idee reicht. Hast du kein eigenes Problem, sag uns, was du mitbringst, also Code, Design, Wissen aus einem Fachgebiet, Wirtschaft, Kommunikation oder Organisation. Dann bringen wir dich mit einem Team zusammen, das genau das sucht. Was an deinem Problem sozial oder ökologisch ist und wer dafür zahlen könnte, arbeiten wir im Sprint gemeinsam heraus.
Teilnahme & Standort
- Keine Vorkenntnisse
- Offener Zugang
- Keine Gebühr
- 40 Plätze
- An allen zehn Tagen dabei
- Eigener Laptop
Wir sind Teil der Gründungs-Community im CIC Berlin, Lohmühlenstraße 65, 12435 Berlin, wo Kreuzberg, Neukölln und Treptow aufeinandertreffen. U Schlesisches Tor, S Treptower Park.



Gewinn und Wirkung schließen sich nicht aus.
„Nachhaltig wirken“ soll die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit gemeinwohlorientierter Unternehmen erhöhen, auch von solchen, die es erst werden wollen, insbesondere in ihrer Gründungs- und Wachstumsphase. Mehr als die Hälfte der Gründerinnen und Gründer gibt an, mit dem eigenen Unternehmen auch etwas für die Gesellschaft tun zu wollen. Viele Angebote richten sich trotzdem vor allem an Start-ups, denen es in erster Linie um Gewinn geht. Hier setzt das Programm an.
Das Vorhaben „Vibe Coding Sprint Academy – Startup Now for Impact“ (ESF-Projektnummer 2026000476) wird im Rahmen des ESF Plus-Programms „Nachhaltig wirken – Förderung gemeinwohlorientierter Unternehmen“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
