Erstmals erhält die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) Bundesförderung über das EXIST-Programm, um ihre erfolgreichen Gründungsaktivitäten weiter auszubauen. Die Hochschule stärkt damit ihr Profil als Entrepreneurship-Hub.
Beim Gründungsradar 2018 des Stifterverbandes der deutschen Wissenschaft gehörte die HWR Berlin zu den besten Fachhochschulen Deutschlands. Die Gründerhochschule erhält nun finanzielle Unterstützung aus dem EXIST-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), um ihr Startup-Netzwerk weiterzuentwickeln.
„Wir freuen uns sehr über die Bewilligung der Fördermittel und nutzen die Chance, die uns das EXIST-Programm / Potentiale im Rahmen des EXIST-Gründungskultur-Programms bietet, um das Profil unserer unternehmerischen Aktivitäten zu schärfen”, sagt Christian Gurol, Leiter des Startup Incubator Berlin, dem Gründungszentrum der HWR Berlin. In der sechsmonatigen Konzeptphase werden vier definierte Arbeitsfelder mit gezielten Maßnahmen zur Gründungsförderung vorbereitet, bevor diese in der Projektphase umgesetzt werden.
Gurol sieht Stärken und Potenziale vor allem in der Entrepreneurship-Ausbildung, der Gründerhochschule als Startup Incubator sowie in den aktiven Beziehungen zur Berliner Wirtschaft und zu internationalen Partnern. Das Entrepreneurship-Netzwerk der Hochschule setzt auf
- den Aufbau eines internationalen Entrepreneurship-Campus als Anlaufstelle für internationale und international ausgerichtete Studierende,
- die Verzahnung von Inkubation und Lehre mit dem Ziel, gemeinsame Methoden und Angebote in Lehre und Gründungsunterstützung weiterzuentwickeln,
- die nachhaltige Erweiterung des Kooperationsnetzwerks sowie die quantitative und qualitative Entwicklung von Partnerschaften mit der regionalen Wirtschaft und
- wirtschaftliche Nachhaltigkeit durch die Entwicklung eines Geschäftsmodells für Entrepreneurship-Aktivitäten.
„Die HWR Berlin hat in den vergangenen 18 Jahren kontinuierlich unternehmerisches Denken und Handeln in allen Studien- und Forschungsbereichen gefördert”, betont Prof. Dr. Sven Ripsas. Der Professor für Entrepreneurship an der HWR Berlin verweist auf das erfolgreiche Gründungszentrum der Hochschule, das vor fünf Jahren neu ausgerichtet und am Lean-Startup-Prinzip orientiert wurde. Vor zwei Jahren eröffnete der neue Startup-Campus des Startup Incubator Berlin auf dem Gelände der Siemens AG in Berlin. In Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen und dem BIT6-Netzwerk der Berliner Fachhochschulen ist in der Gründungshauptstadt ein bedeutendes Innovationszentrum entstanden.
Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR Berlin, sagt: „Unsere Studierenden und Lehrenden profitieren vom Geist des unternehmerischen Denkens in allen Bereichen der praxisorientierten Lehre und Forschung an der HWR Berlin. Wir schaffen den Rahmen, damit kreative Gründungsteams gemeinsam mit etablierten Unternehmen wachsen können, und bieten so einen Knotenpunkt für den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft”, so Zaby.
